Raus an die Luft, Hände in die Erde

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Das Projekt „Gemeinschaftsfeld“ wächst. Es gibt eine zweite Anbaufläche und weitere Mitglieder, die etwas ökologisch Wertvolles schaffen möchten.

lü/rr | Im vergangenen Jahr hatte sich die Initiative „Gemeinschaftsfeld“ gegründet. Ziel ist, die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen. Wer mit den eigenen Händen Gemüse anbaut, bekommt einen anderen Bezug zur Ernte, so die Idee dahinter. „Gemeinschaftsfeld“ entwickelte sich aus der Ammerländer Gruppe W.I.M. (Weniger ist machbar), die sich für mehr Nachhaltigkeit engagiert. Auch beim gemeinsamen Ackern soll ein Zeichen gegen Verschwendung und für bewusstes ökologisches Handelns gesetzt werden, Freude soll das Ganze zudem machen.

„Das Projekt hat seit seinem Start weiter Schwung aufgenommen“, freuen sich die dort Engagierten. Neben einen Feldbereich in Hahn-Lehmden steht ihnen nun auch eine Fläche in Nethen zur Verfügung. „Wir sind der Gemeinde sehr dankbar, dass sie uns ein Areal hinter dem Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung stellt“, sagt Marlies Peters von der Initiative. „Hier haben wir Gelegenheit, einen Schulgarten anzulegen und gemeinsam zu erfahren, wieviel Arbeit, Wissen und Erfahrung es braucht, um eigenes Obst, Gemüse und Kräuter anzubauen.“ Auch die Gruppe selbst ist gewachsen, so Marlies Peters. „Wir haben viele engagierte Mitglieder gewonnen, die aus ganz unterschiedlicher Motivation dabei sind.“ So möchten einige lernen, eigenes Gemüse anzubauen, andere sehen die Arbeit auf dem Feld als guten Ausgleich zum Beruf. Wieder andere seien experimentierfreudig und hätten Lust, verschiedene Anbauweisen, wie z.B. die Permakultur auszuprobieren.

„Am meisten freue ich mich darauf, Kartoffeln und Gemüse selbst anzupflanzen und vor allem zu ernten“, erklärt Tammo, mit acht Jahren das jüngste Mitglied der Gruppe. „Auch dass wir mit Blühstreifen, Nistkästen und Insektenhotels etwas für die Vögel und Insekten tun, finde ich super.“

Neben der Wertschätzung für die Lebensmittel und dem Wunsch, gemeinsam etwas ökologisch Wertvolles zu schaffen, soll das Projekt aber auch Wissen über landwirtschaftliche Arbeit, die angebauten Pflanzen und die Verarbeitung regionaler Lebensmittel vermitteln – und dies generationsübergreifend. Die Gruppe hat mit den ersten Arbeiten bereits begonnen und Hochbeete angelegt, Anbaupläne erstellt sowie erste Pflanzen vorgezogen. Jetzt heißt es: raus an die frische Luft und die Hände in die Erde.

Wer mitmachen möchte, ist willkommen und kann sich auf vielfältige Weise einbringen: bei der Arbeit auf dem Feld und im Garten, aber auch bei der Planung und der Organisation, mit eigenen Ideen, mit Saatgut oder regionalen Rezepten.

Bei Interesse einfach eine Mail an: gemeinschaftsfeld@weniger-ist-machbar.de. Neuigkeiten zum Projekt gibt es online unter www.weniger-ist-machbar.de/gemeinschaftsfeld.

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