Rat tagt unter Corona-Bedingungen

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Corona erfordert Flexibilität, das gilt auch für Politik und Verwaltung in Rastede. Weil jetzt dringend der Nachtragshaushalt verabschiedet werden musste, kam gestern der Gemeinderat zusammen. Und damit die Sitzung unter den erforderlichen Sicherheitsbedingungen stattfinden konnte, wurde in der Mehrzweckhalle getagt.

Von Britta Lübbers

Die Ratssitzung im Hallenambiente war eine Premiere – und sie gelang. Gemeindesprecher Ralf Kobbe hatte bereits im Vorfeld erklärt, dass die Mehrzweckhalle für eine politische Sitzung eher suboptimal sei. Tatsächlich war die Akustik mäßig, statt einer Beamer-Präsentation lagen Papierausdrucke bereit, und die recht forsche Klimaanlage verwandelte den Saal zum Sitzungsende in eine Kühlkammer. Aber der Sicherheitsabstand wurde ideal eingehalten, die Tische standen in ausreichender Entfernung, und die Besucherinnen und Besucher hatten viel Platz auf der Tribüne. An den Mikrofonen war eine Schutzfolie angebracht, die Ein- und Ausgänge waren als separate Bereiche ausgewiesen. Zudem verteilte Ralf Kobbe an alle, die wollten, einen Nase-Mund-Schutz.

„Diese Halle ist nicht für uns bestimmt“, sagte auch Bürgermeister Lars Krause zum Sitzungsbeginn. Doch schwierige Zeiten erforderten besondere Maßnahmen. Krause bedankte sich bei Ratsfrau Evelyn Fisbeck, die die Masken zur Verfügung gestellt hatte. Und bei den vielen Ehrenamtlichen, darunter zahlreiche Flüchtlinge, die weiterhin Schutz-Masken nähen.

Wer wollte, bekam einen Nase-Mund-Schutz, den Ratsfrau Evelyn Fisbeck mitgebracht hatte | Foto: Lübbers

Sein Dank ging auch an die Bürgerinnen und Bürger „für ihr diszipliniertes Verhalten“. Zugleich bat Krause nachdrücklich darum, die Sicherheitsregeln auch weiter genau zu beachten. Die Krise sei nicht überwunden: „Es ist nicht vorbei.“ In Rastede gebe es zurzeit sieben bestätigte Corona-Fälle. „Ich hoffe aber, dass wir schnell auf null kommen“, sagte der Bürgermeister.

Auf der Tagesordnung standen Personalien, die Umbesetzung von Ausschüssen, die Partnerschaft mit der Gemeinde Dobrzyca in Polen, die Änderung von Bebauungsplänen, die Rahmenplanung Mühlenstraße, das Aussetzen von Krippen- und Hortbeiträgen sowie der Nachtragshaushalt 2020, der einstimmig verabschiedet wurde.

Und es geht weiter mit der Kommunalpolitik in Rastede. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Straßen soll am Montag, 11. Mai, stattfinden, selbstredend wieder mit entsprechendem Sicherheitsabstand.

Lesen Sie die ausführliche Berichterstattung zur Ratssitzung in der nächsten rasteder rundschau.

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