Förderschule kann bessere Alternative sein

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler war zu Besuch in der Rasteder Förderschule am Voßbarg und sprach sich klar dafür aus, die Einrichtung zu erhalten

 Von Britta Lübbers/rr

Das Thema Inklusion wird hitzig diskutiert. Dass die Förderschulen in diesem Zusammenhang über kurz oder lang abgeschafft werden sollen, hat schon viel Kritik hervorgerufen. Über den aktuellen Stand an der Rasteder Schule am Voßbarg informierte sich jetzt der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler gemeinsam mit Bürgermeister Dieter von Essen, der Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion Susanne Lamers und dem CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Torsten Wilters.

Derzeit werden keine neuen Schülerinnen und Schüler in die Jahrgangsstufe eins und zwei aufgenommen, sondern gemeinsam mit allen anderen Kindern an den Rasteder Grundschulen unterrichtet. Nach und nach laufen so auch die Klassenstufen drei bis vier aus. Die rot-grüne Landesregierung plant, die Inklusion im Bereich Lernen auf die weiterführenden Schulen auszuweiten, sodass auch die Klassenstufen fünf bis zehn künftig wegfallen würden. „Spätestens im Jahr 2022 wären wir dann schülerlos“, berichtete Schulleiter Bernhard Schrape.

Aus Sicht der CDU wäre dies ein Fehler. „Für manche Kinder ist die Förderschule mit ihren kleinen Lerngruppen, dem Klassenlehrer als fester Bezugsperson und der intensiven Förderung die bessere Alternative“, sagte Björn Thümler. Etwa 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule am Voßbarg mit einem Hauptschulabschluss. Fast der Hälfte von ihnen gelingt es danach, eine Lehrstelle zu bekommen; einige schaffen im Anschluss sogar den Realschulabschluss. „Es wäre ein Verlust, wenn diese funktionierende Schule wegfallen würde“, betonten Dieter von Essen, Susanne Lamers und Torsten Wilters.

Auch die Eltern stehen hinter der Schule am Voßbarg, wie die Schulelternratsvorsitzende Gerdi Schäfer betonte. „Solange die Bedingungen einer inklusiven Beschulung nicht die Standards erfüllen, wie wir sie in der Förderschule vorfinden, müssen wir doch die Möglichkeit haben, für unser Kind die bessere Beschulung wählen zu können“, findet Kirsten Radtke, deren Tochter die Schule Am Voßbarg besucht.

Sowohl die CDU-Landtagsfraktion als auch die Rasteder CDU-Ratsfraktion fordern, die Förderschulen Lernen nicht auslaufen zu lassen, sondern stattdessen das Tempo aus der Inklusion herauszunehmen und sie auch im Grundschulbereich weiter zu erhalten.

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