Jugendpflege ist genau ihr Ding

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Zoe Fahlbusch ist zurück in der Rasteder Jugendpflege. Seit dem 1. Februar ist sie die neue Leiterin.

Von Britta Lübbers

„Jugendpflege ist genau meins, es ist voll mein Ding“, strahlt Zoe Fahlbusch (28). Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Jessica Ritter (23) und Tabea Diers (29) bildet sie das Team der Gemeindejugendpflege Rastede, deren Leitung sie am 1. Februar übernommen hat. Es ist nicht ihr erster Job bei der Gemeinde, bis Juli 2020 war sie hier schon einmal als Jugendpflegerin beschäftigt. Da die Stelle befristet war, sei sie im Anschluss zu ihrem vorherigen Arbeitgeber zurückgegangen, erzählt sie im Gespräch im Jugendzentrum Villa Hartmann. „Leider“, fügt sie hinzu, „ich wäre gerne geblieben.“ Umso größer ist jetzt die Freude über die neue Aufgabe in der vertrauten Einrichtung. „Als ich die Ausschreibung auf die Leitungsstelle sah, habe ich mich sofort beworben. Und zum Glück hat es geklappt.“ Auch die Kolleginnen sind zufrieden. „Wir funktionieren gut miteinander“, bestätigt Tabea Diers.

Über die Frage, was ihr gefällt an der Jugendarbeit in der Villa Hartmann, muss die neue Leiterin nicht lange nachdenken. „Wir machen hier offene Jugendarbeit, es ist also ein niedrigschwelliges Angebot. So erreichen wir viele Jugendliche, auch die, die an sich Schwierigkeiten haben mit Strukturen.“ Genau dieses Offene sei reizvoll.

Zoe Fahlbusch hat in Vechta studiert und im Anschluss bei der Jugend- und Familienhilfe in Oldenburg und in der Autismus-Therapie gearbeitet. Als Leiterin der Jugendpflege in Rastede ist sie Kontaktperson für das Rathaus und für Anliegen, die von außen an die Einrichtung herangetragen werden. In erster Linie sieht sie sich aber „als Teil eines tollen Teams“.

Durch die Corona-Beschränkungen wurde auch die Arbeit im Jugendzentrum erschwert, berichten die drei Frauen. Langsam fahren sie das Angebot nun wieder hoch. Es soll auf jeden Fall erneut eine Mädchen- und auch eine Jungengruppe geben, vielleicht wird noch eine Kindergruppe eingerichtet. Auch für die Jugendtreffs in den Außenbereichen wollen sie ein aktuelles Konzept entwickeln. Ebenfalls wieder aufgenommen wird der runde Tisch, an dem sich pädagogische Fachkräfte aus der Jugendarbeit in Rastede treffen, darunter Schulen, Kitas und die Polizei. Netzwerken, betont Zoe Fahlbusch, sei ihr sehr wichtig. „Wir haben unterschiedliche Zielgruppen, durch eine Kooperation profitieren wir alle voneinander.“

Viel Arbeit macht das Ferienprogramm, das die Jugendhilfe mit Unterstützung von Vereinen, Institutionen, Firmen und Einzelpersonen anbietet. Auch für dieses Jahr konnte das Team bereits 100 Veranstaltungen zusammentragen. „Jessica hat das Programmheft gestaltet, es ist toll geworden“, freut sich Zoe.

Während der Corona-Zeit hat die Jugendpflege regelmäßig Hausaufgabenhilfe und digitale Unterstützung angeboten. „Für die Jugendlichen, die keinen Laptop besitzen und zu Hause keine Ruhe haben, war das sehr wichtig, damit sie am Online-Unterricht teilnehmen konnten“, so Tabea Diers.

Die Villa Hartmann ist montags bis freitags von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Aber diese Zeiten sind nicht in Stein gemeißelt. „Wir denken über eine Samstags-Öffnung nach“, sagt Zoe Fahlbusch. Rund 20 bis 30 Jugendliche besuchen die Villa Hartmann pro Öffnungstag. Manchmal kommen auch Ältere, das Angebot ist für junge Erwachsene bis 27 Jahre offen. „Die rufen abends an und fragen, ob der Billardtisch frei ist“, erzählt Zoe Fahlbusch. „Dazu gibt es ja sonst keine Möglichkeit in Rastede.“ Auch hier füllt die Jugendpflege eine Nische.

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