Entscheidung vertagt

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Der Verwaltungsausschuss hat seinen Beschluss über regenerative Energien in Rasteder Industriegebieten vertagt. Grünes Licht gab es hingegen für eine neue Physik-Ausstattung an der KGS.

Von Britta Lübbers/rr

Hoch her ging es am Montag in der Bauausschuss-Sitzung. Die Verwaltung hatte eine Beschlussvorlage vorgelegt, nach der Anlagen in Rasteder Industriegebieten ab einer bestimmten Höhe für unzulässig erklärt werden sollen. Dann könnte auch das Chemieunternehmen Büfa seine geplante Windkraftanlage in Liethe nicht errichten. Die Politik aber will regenerative Energien in Industriegebieten grundsätzlich nicht ausschließen und hatte den vorgelegten Antrag entsprechend ergänzt. Zuvor hatten die Ausschussmitglieder die Verwaltung scharf angegriffen, weil sie über das Büfa-Vorhaben nicht informiert worden waren.

Eine Entscheidung über den im Bauausschuss gefassten Antrag wurde nun vom Verwaltungsausschuss vertagt. Hintergrund sind die höheren Kosten, die nach der aktuellen Beschlusslage auf die Gemeinde zukommen könnten. „Es wurden zunächst 20.000 Euro veranschlagt. Aber wenn die Baupläne nun hinsichtlich der Möglichkeit regenerativer Energien überarbeitet werden, ist dies ein wesentlich umfangreicheres und auch kostenintensiveres Verfahren“, teilt Gemeindesprecher Ralf Kobbe mit. Daher will der Verwaltungsausschuss die Kostenermittlung abwarten, bevor er sich in der Sache entscheidet.

Grünes Licht gab es hingegen für ein anderes Projekt: Die KGS Rastede erhält eine neue Ausstattung für den Physikunterricht im Wert von knapp 143.000 Euro. Bei den Anschaffungen handelt es sich überwiegend um Versuche zu verschiedenen Themen der Physik wie Elektronik, Wärmelehre, Radioaktivität oder erneuerbare Energien.

„Erforderlich ist die Anschaffung des neuen Materials aufgrund von Lehrplan-Änderungen im Fach Physik“, erläutert Fachbereichsleiterin Sabine Meyer. „Außerdem müssen einige der bisherigen Unterrichtsmittel ausgetauscht werden, weil sie veraltet sind.“

Die Bestellliste umfasst 14 Rollwagen mit Equipment für verschiedene Versuche, 49 Experimentiersets, zehn handgetriebene Generatoren, die auch als Motor Verwendung finden, diverses Zubehör sowie die Nutzungsrechte für eine digitale Lehr- und Lernplattform.

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