Lange Nacht bis zum Ergebnis

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Kommunalwahl: Auch in Rastede stellt man sich auf eine stundenlange Wartezeit ein, bis die Zahlen für den Kreistag und den Gemeinderat vorliegen

Von Britta Lübbers

In der KGS herrscht reger Betrieb, hinter erleuchteten Fenstern raschelt Papier. In einem der Klassenräume werden gerade die Briefwahlunterlagen sortiert. Verschiedenfarbige Stapel ragen in die Höhe. „Jetzt geht es ans Auszählen“, sagt Sabine Meyer von der Gemeinde Rastede. Vor rund einer Stunde haben die Wahllokale in Niedersachsen geschlossen. Nun müssen die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer auf einen Parcours der Geduld. In Rastede werden die heute abgegebenen Stimmen für den Gemeinderat, den Kreistag und die Landratswahl ausgezählt. Hinzu kommt die Briefwahl. Das dauert. Stunden, vermutet das Team in der Gesamtschule und stellt sich auf eine Nachtschicht ein.

Im Ratssaal werden die Zahlen aus den Wahllokalen präsentiert | Foto: Lübbers

Dass er vor Mitternacht zu Hause ist, glaubt auch Bürgermeister Lars Krause nicht, der im Rathaus auf die Zahlen aus den 25 Wahllokalen und acht Briefwahllokalen wartet. Bisher gibt es nur Ergebnisse zur Landratswahl. In Rastede liegt Karin Harms (parteilos) mit 48,24 Prozent vor Jens Nacke (CDU) mit 41,94 und Dirk Hooymann (Linke) mit 9,82 Prozent.

Lars Krause rechnet mit einer insgesamt höheren Wahlbeteiligung als bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren. „Allein die Anzahl der angeforderten Briefwahlunterlagen lässt darauf schließen“, freut er sich. Statt der üblichen rund 1800 wurden dieses Mal knapp 4300 Wahlzettel verlangt. Die Wahlbeteiligung lag 2016 in Rastede bei knapp unter 60 Prozent. Diese Marke könne nun geknackt werden, glaubt der Bürgermeister. „Ich war heute in jedem Wahllokal der Gemeinde. Es war richtig viel los“, sagt er. Und wartet auf erste Ergebnisse.

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