Zwischen Kürbis und Kinderkarussell

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Gestern fand der erste verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr in Rastede statt. Auf dem Kögel-Wilms-Platz war ein kleiner Markt aufgebaut.

Von Britta Lübbers

„Ich habe bestimmt schon 500 Mal die Tische abgewischt“, sagte Insa Franze von der Residenzort Rastede GmbH, die die Veranstaltung organisiert hatte, und lächelte hinter ihrem durchsichtigen Visier. Neun verkaufsoffene Sonntage finden üblicherweise in Rastede statt. Die Jahreszeiten werden flankiert von Frühjahrs-, Herbst und Weihnachtsmärkten. Doch in diesem Corona-Jahr ist alles anders. Die Märkte und andere Großveranstaltungen wurden ausnahmslos abgesagt, die verkaufsoffenen Sonntage gestrichen. Am vergangenen Wochenende aber gab es einen abgespeckten Ersatz: Auf dem Kögel-Willms-Platz war ein kleiner Markt mit Herbst-Flair eingerichtet worden. Am Sonntag lud der Handels- und Gewerbeverein zum Herbst-Shoppen ein. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, bei Sonnenschein und milden Temperaturen die Oldenburger Straße entlang zu spazieren und eine Pause in der Ortsmitte einzulegen, wo an einer überschaubaren Zahl von Ständen Getränke und Imbisse verkauft wurden. Für die jungen Gäste gab es Trampolinspringen und ein Kinderkarussell.

Diese Gäste nutzten die Gelegenheit zu einem Plausch im Freien | Foto: Lübbers

Heiko Müller aus Neusüdende und Werner Peters aus Jade hatten zwei Kürbisstände aufgebaut, um die sich die Buden drapierten. Die Veranstaltung war vom Landkreis Ammerland ausdrücklich als Wochen- und nicht als Herbstmarkt genehmigt worden, entsprechend übersichtlich fiel das Angebot der Aussteller aus. Es gab Kürbisse und Pflanzen, selbstgemachte Marmeladen und warme Socken für den Winter – das war es auch schon. Und doch wurde deutlich, dass die Besucherinnen und Besucher die kleine Auszeit genossen. „Die Leute haben so lange auf vieles verzichtet. Es tut jetzt einfach gut, dieses Angebot machen zu können“, freute sich Insa Franze. Die Hygiene-Auflagen seien an beiden Tagen eingehalten worden. Alle Aussteller trugen einen Mund-Nase-Schutz. Nach jedem Wechsel wurden die wenigen Sitzgarnituren desinfiziert, die zum Speisenverzehr auf dem Platz standen.

Viele Gäste trugen ihre Schutzmasken auch draußen. Gedränge wurde vermieden, die Geschäftsleute achteten darauf, dass sich nur eine kleine Zahl von Besuchern zeitgleich in den jeweiligen Räumen aufhielt.

„Die Resonanz ist super“, resümierte Insa Franze. Auch die Aussteller seien zufrieden über ein gelungenes Angebot unter schwierigen Bedingungen.

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