CO2-sparende Dienstfahrten

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Die Gemeinde Rastede erweitert die E-Mobilität für das Rathaus-Team. Heute Mittag wurden die neuen Fahrzeuge präsentiert.

Von Britta Lübbers

„Schauen Sie, der Sattel lässt sich ganz einfach verstellen“, erklärte Thorsten Adrian vom Personalbereich und ließ den Sitz schnell und geräuschlos heruntergleiten. Adrian hatte die Dienstanweisung für den korrekten Gebrauch des neuen E-Lasten-Bikes geschrieben und wies in die Benutzung ein. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren an diesem Freitagmittag auf den Rathausparkplatz gekommen, um sich die neue Flotte vorführen zu lassen. Auch Ratsmitglieder nutzten die Gelegenheit, probierten das Fahrrad aus und setzten sich in die Autos. Um die E-Mobilität für die Beschäftigten zu erweitern, hat die Verwaltung neben dem E-Bike auch einen BMW 13 als Elektro-Dienstwagen und einen Mercedes Hybrid angeschafft. Alle drei Fahrzeuge wurden geleast. Der monatliche Beitrag für das Fahrrad liegt bei 150 Euro, die Rate für den Mercedes beträgt 300, für den BMW zwischen 500 und 600 Euro, wie Bürgermeister Lars Krause erklärte. Darin enthalten sind Kosten für Versicherungen und Wartung.

„Die Gemeinde Rastede hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu sein, und die Verwaltung hat hier eine Vorbildfunktion“, sagte Lars Krause. Er hoffe auch, dass das hochwertige E-Bike als Multiplikator fungiert und die Rathaus-Beschäftigten motiviert, privat ebenfalls vom Auto auf ein Elektrofahrrad umzusteigen. Die Fahrradgarage für die Mitarbeiter wurde deutlich vergrößert und mit Stahlbügeln gegen Diebstahl sowie mit Steckdosen zum Stromtanken ausgestattet.

„Außerdem haben wir die Infrastruktur beim Rathaus ausgebaut“, teilte Krause mit. Davon profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger. Ab Oktober stehen zwei zusätzliche öffentliche Ladestationen für E-Autos sowie drei öffentliche Lademöglichkeiten für E-Bikes zur Verfügung. „Die E-Bike-Station wurde analog zur Ladestation auf dem Kögel-Willms-Platz realisiert. Mittlerweile gibt es zudem eine weitere Ladeeinrichtung auf dem neu gestalteten Dorfplatz in Hahn“, berichtete Gemeindesprecher Ralf Kobbe.

Dass die Gemeinde Rastede sich in Sachen Klimaschutz bewegen muss, wurde ihr 2019 im Rahmen des European Energy Awards attestiert. Der Award ist ein europäisches Gütezertifikat für die nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik von Städten und Gemeinden. Rastede fehle ein energiepolitisches Leitbild, wurde in der Expertise moniert. Daraufhin hatte die Stabstelle Klimaschutz entschieden, an wichtigen Stellschrauben zu drehen. Dazu zählen z.B. die Einrichtung von mehr Ladestationen für die E-Mobilität, Garagen für E-Bikes und klimafreundliche Dienstfahrten.

„Wir nehmen den Klimaschutz sehr ernst“, bekräftigte Lars Krause und wies darauf hin, dass noch im September die Stelle eines Klimaschutzmanagers/einer Managerin für Rastede ausgeschrieben wird.

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