Moderne Technik gegen Raser

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Landkreis setzt neuen „Superblitzer“ ein

rr | Der Landkreis Ammerland nimmt Raser jetzt noch genauer ins Visier und hat zur Ergänzung der bisherigen Messanlagen einen sogenannten Enforcement Trailer angeschafft. „Der Trailer funktioniert wie ein stationärer Blitzer, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass er nicht fest an einem Standort installiert ist, sondern ohne großen Aufwand von einem Platz zum anderen transportiert werden kann“, erklärte Michael Kärgel von der Firma Vitronic die Vorteile des Geräts bei einem Pressetermin des Straßenverkehrsamts.

Zur einfachen und genauen Ausrichtung am Messstandort verfügt der Trailer über einen eigenen Antrieb mit Fernsteuerung. Für den Messbetrieb lässt sich der Anhänger vollständig auf den Wagenboden absenken. Dabei verschwinden die Räder in der gepanzerten Außenhülle, was Bewegung oder gar Abtransport durch Unberechtigte kaum zulässt, zusätzlich schützt ein Alarmsystem die Messtechnik vor Vandalismus.

„Der Enforcement Trailer ermöglicht damit eine kurz- oder auch längerfristige Geschwindigkeitsmessung an Unfallschwerpunkten, die nicht über die für eine stationäre Verkehrsüberwachung nötige Infrastruktur verfügen“, zeigte sich der Erste Kreisrat Thomas Kappelmann erfreut über den Fortschritt in der gezielten Verkehrsüberwachung. Ingo Hinrichs, Leiter der Bußgeldstelle, betonte vor allem den erzieherischen Effekt des rund um die Uhr und an jedem Ort einsatzbereiten Trailers. „Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptursachen für schwere Unfälle. In erster Linie soll die Festlegung einer Höchstgeschwindigkeit Unfälle vermeiden und die Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer reduzieren, daneben bedeutet ein niedrigeres Tempo der Fahrzeuge auch eine verringerte Lärmbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner.“ Deshalb kontrolliere der Landkreis die Einhaltung von Tempolimits sehr intensiv und ahnde Geschwindigkeitsverstöße streng.

Die Kosten für die Anschaffung des Enforcement Trailers belaufen sich insgesamt auf 180.000 Euro, potenzielle Einnahmeüberschüsse werden für weitere Maßnahmen der Verkehrssicherheit eingesetzt.

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