Viele Geschäfte sind wieder am Start

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Corona: Am heutigen Montag treten die ersten Lockerungen in Kraft. Auch in Rastede haben zahlreiche Geschäfte geöffnet.

Von Britta Lübbers

Am frühen Vormittag bot sich ein fast normales Bild in Rastede: Die Oldenburger Straße war gewohnt vielbefahren, zahlreiche Menschen nutzten das gute Wetter und promenierten über die Bürgersteige. Es ist der erste Tag während der Corona-Beschränkungen in Deutschland, an dem die vorsichtige Rückkehr ins normale Leben zumindest zu ahnen ist. Zwar gelten nach wie vor strenge Sicherheits- und Abstandsregeln, aber zumindest die meisten Kaufleute können wieder an den Start gehen. Bisher geschlossene Einzelhandelsbetriebe dürfen jetzt unabhängig vom Sortiment bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern aufmachen. Größere Geschäfte können ebenfalls öffnen, wenn sie ihren Verkaufsbereich entsprechend verkleinern.

„Wir begrüßen diese neue Regelung unter Wettbewerbsgesichtspunkten als einen wichtigen Schritt“, lautet der Kommentar der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg. „Es gilt nun für jeden Einzelhandelsbetrieb, diese Möglichkeit unter strenger Einhaltung von Hygieneanforderungen mit Augenmaß zu nutzen.“

Hier gehen die Kaufleute mit. „Wir sind wieder für Sie da“, ist in den Schaufenstern zu lesen. Aber auch: „Bitte Abstand halten.“ Denn die Lockerung ist zunächst nicht mehr als ein Versuch. Sollten die Infektionszahlen erneut in die Höhe schnellen, könnten erneut strenge Beschränkungen in Kraft treten. Zunächst aber überwiegt im lokalen Einzelhandel die Erleichterung.

„Ich freue mich mit jedem Betrieb, der wieder öffnen darf“, sagt Guido Barz vom Vorstand des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Rastede. Zugleich weist er noch einmal auf „elegante und intelligente Lösungen“ hin, um Personal und Kunden zu schützen, darunter Abstandsstreifen vor Tresen und Kasse, einen Einkaufswagen für jeden Kunden sowie das Bereitstellen von Desinfektionsmitteln.

Die Kaufleute weisen auf Einhaltung der Sicherheitsregeln hin | Foto: Lübbers

Barz geht davon aus, dass die Corona-Pandemie den Einzelhandel noch bis zu anderthalb Jahre beschäftigen wird. Er macht auch darauf aufmerksam, dass die verkaufsoffenen Sonntage in Rastede bis zum 31. August abgesagt sind. Dies ist das Datum, bis zum dem keine Großveranstaltungen ab 1000 Personen stattfinden dürfen.

Laut Corona-Verordnung bleiben bis einschließlich 6. Mai auch andere öffentliche Veranstaltungen verboten, darunter Gottesdienste. Unternehmen aus dem Körperpflegereich bleiben ebenfalls geschlossen, z.B. Tattoo-Studios, Massagepraxen und Fußpflege-Studios. Friseure dürfen ab dem 4. Mai wieder öffnen.

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