Ausschuss stimmt für Kinderspielplatz in Nethen

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Der Bauausschuss folgte einem Antrag der SPD, auf dem Dorfplatz am Hirtenweg einen Spielplatz einzurichten

Von Britta Lübbers

Bereits im April 2019 hatte die SPD beantragt, auf dem Gelände am Hirtenweg einen Kinderspielplatz anzulegen. Jetzt wurde das Thema im Bauausschuss behandelt. „Es gibt in Nethen keinen Ort, der die Bezeichnung Spielplatz verdient“, begründete Monika Sager-Gertje (SPD) das Anliegen.

Abgesehen vom Dorfplatz, der vor allem vom Ortsbürgerverein und dem Verein für Deutsche Schäferhunde genutzt wird, verfügt die Gemeinde Rastede aber über kein Gelände, das sie entsprechend ausstatten könnte. In Vorgesprächen hat die Verwaltung nun ermittelt, dass die Platznutzer mit der Spielplatz-Idee durchaus einverstanden sind. Daher schlug sie dem Ausschuss vor, das Areal mit einfachen Mitteln als Spielfläche herzurichten. Die Maßnahme würde 20.000 Euro kosten. Die laufenden Kosten wurden auf 2000 Euro jährlich beziffert.

„Was gibt es für das Geld?“, wollte Monika Sager-Gertje wissen. Es werde ein kleinerer Platz als der Musterspielplatz am Hankhauser Busch hergerichtet (der 70.000 Euro gekostet hat), mit kleineren Geräten, „aber groß genug, um von einem Spielplatz zu sprechen“, antwortete Geschäftsbereichsleiter Stefan Unnewehr.

Reiner Wessels (CDU) fand den Vorschlag „prinzipiell ok“, schlug aber vor, sich vorab mit allen Vereinen im Ort zu verständigen. Denn der Dorfplatz werde z.B. auch vom Schützen- und vom Boßelverein genutzt. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass die Fläche nicht optimal zu erreichen sei. Das meinte auch Gerd Langhorst (Grüne). „Wir sind dafür, aber die Lage ist problematisch.“ Auch möchte seine Fraktion „mehr als die Minimalausstattung“.

„Der Gemeinde steht aber kein zentraler Platz zur Verfügung“, verwies Bürgermeister Lars Krause noch einmal auf diesen bereits von der Verwaltung dargelegten Sachverhalt.

Theo Meyer (UWG) unterstrich, dass das Spielplatzangebot in Nethen „auf einer Skala von eins bis zehn im Minusbereich einzuordnen ist“ und sprach sich für das Projekt aus.

Im Grundsatz stimmte der Ausschuss für den SPD-Antrag, Zweifel an der Ortswahl aber blieben. Auch möchte man sich mit allen Nethener Vereinen abstimmen. Zudem soll der OOWV, der in Nethen ein Wasserwerk betreibt, als möglicher Sponsor gewonnen werden.

Die Diskussion wurde von einigen jungen Eltern aufmerksam verfolgt. Eine Mutter machte ihr Unbehagen über den Verlauf deutlich. „Bevor es in Nethen gar keinen Spielplatz gibt, nehmen wir lieber den Dorfplatz“, sagte sie. Sie befürchte, dass der Prozess sonst unnötig in die Länge gezogen wird. „Wir wünschen uns eine zeitnahe Lösung für unsere Kinder“.

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