Wie und wo wird in Zukunft gebaut

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Die bauliche Entwicklung in Rastede ist das Thema einer Informationsveranstaltung am 4. Februar in der Aula der KGS. Das Planungsbüro NWP stellt dann ein Konzept zur Innenverdichtung vor. Die Bürger können sich zudem an Stellwänden und im direkten Gespräch informieren.

Von Britta Lübbers

Hintergrund ist ein Antrag der Gruppe CDU/Grüne mit der Forderung, Verdichtungsmöglichkeiten im gesamten Gemeindegebiet zu prüfen. Ziel ist es, bei Bauprojekten die Innenentwicklung zu fördern und nicht weiter in die Fläche zu gehen. Wo und wie künftig in Rastede, Hahn-Lehmden und Wahnbek gebaut werden kann, dazu präsentiert das NWP-Planungsbüro ein ausführliches Konzept. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

Drei Zonen hatte die Verwaltung vorab definiert. Die Zone 1 hat die höchste Baudichte. Hier sollen maximal zwei Vollgeschosse mit zusätzlichem Staffelgeschoss möglich sein. Die Zone 2 verfügt über eine mittlere Dichte. Hier schlägt die Verwaltung vor, maximal zwei Vollgeschosse ohne Staffelgeschoss zuzulassen und eine maximale Traufhöhe zu definieren. Die Zone 3 hat die geringste Dichte. Sie entspricht der Bebauung in klassischen Wohnvierteln, die von Einfamilien- und Doppelhäusern geprägt sind. Hier sollen höchstens ein Vollgeschoss zugelassen und maximale Traufhöhen sowie Dachformen vorgegeben werden.

„Im Kern geht es darum, wie wir die einzelnen Straßen in den jeweiligen Ortsteilen entwickeln können“, erklärt Tabea Triebe vom Geschäftsbereich Bauen und Verkehr. Dabei könnten sowohl neue Baurechte entstehen als auch alte zurückgenommen werden. „Die zentrale Frage lautet: Wie soll der jeweilige Ort sich entwickeln“, so Tabea Triebe. Wo eine starke Infrastruktur, z.B. mit Schulen und Einzelhandel besteht, wolle man „eine gewisse Verdichtung forcieren“. An den Ortsrändern werde die Bebauung eher abnehmen. „Das Konzept hat aber noch keine rechtlichen Auswirkungen“, betont Gemeindesprecher Ralf Kobbe.

Nach dem Vortrag der Planer können sich die Besucher an Stellwänden im Foyer über die einzelnen Straßenzüge informieren. Sowohl das Architekturbüro als auch Ratsmitglieder und Mitarbeiter der Verwaltung stehen für Gespräche zur Verfügung. „Es handelt sich um ein offenes, transparentes Verfahren“, sagt Bürgermeister Dieter von Essen.

Die Pläne werden auch online gestellt. Innerhalb von vier Wochen können die Bürger ihre Stellungnahmen abgeben. „Es ist dann die Politik, die darüber entscheidet, ob das Konzept so umgesetzt wird“, erklärt der Bürgermeister. Ein Beschluss könnte auf der Ratssitzung im Juni gefasst werden.

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